Der höchste Preis gewinnt!

Bieterverfahren sind in Deutschland nicht die Regel. Jedoch findet diese Form der Vermarktung immer mehr Akzeptanz.

Mit einem Bieterverfahren kann eventuell ein attraktiverer Preis generiert werden als mit der klassischen Vermarktungsschiene.

Erfahren Sie mehr über ein innovatives Verfahren beim Wohnungsverkauf / Hausverkauf. Ein guter Makler hat Routine beim Immobilienverkauf im Bieterverfahren.

So funktioniert das Bieterverfahren:

Der erste Schritt beim Bieterverfahren ist identisch mit dem einer normalen Vermarktung. Die Immobilie wird erstmal beworben. Allerdings wird meistens kein Preis oder lediglich ein Mindestpreis aufgerufen.

Natürlich werden im Vorfeld alle Interessenten ausführlich über die Immobilie informiert. Ein umfassendes Exposé mit aussagekräftigem Bildmaterial über die Immobilie wird die Kaufinteressenten mit allen relevanten Daten und Informationen versorgen.

Es wird teilweise bereits ein fester Besichtigungstermin („Open-House-Veranstaltung„, „offene Besichtigung“ der Immobilie) genannt, um möglichst viele Interessenten für einen bestimmten Termin zu gewinnen. Die potenziellen Käufer erhalten dann auch gleich einen Eindruck von der Zahl der Interessenten. Eine hohe Besucherzahl verstärkt das Kaufinteresse und veranlasst die Interessenten zur Abgabe von höheren Geboten. Der Besichtigungstermin kann auch unter Einbeziehung von Handwerkern und Sachverständigen erfolgen, um Kaufinteressenten ausreichend Gelegenheit zur Bildung ihrer Preisvorstellungen zu geben.

Ohne Preisetikett…

In der Regel wird eine Immobilie im Bieterverfahren ohne Angabe von Kaufpreis bzw. Verkehrswert angeboten, um dem Käufer keinen festen Anhaltspunkt zu geben. Manchmal ist es jedoch ratsam, einen Mindestpreis festzulegen.

Nach dem Prinzip von Angebot und Nachfrage gilt zunächst einmal: Je mehr Interessenten zur Besichtigung kommen, desto besser. Wenn Interessenten sehen, dass sich viele für die Immobilie interessieren, führt das vielleicht zu einem höheren Gebot und einem besseren Endpreis.

Unerlässlich für den Erfolg jedes Bieterverfahrens ist allerdings eine kontinuierliche Kommunikation mit den Kaufinteressenten, die stets angemessen informiert werden müssen.

Bei einem Bieterverfahren wird die Preisvorstellung nicht vom Hausverkäufer bzw. Wohnungsverkäufer, sondern durch den Kaufinteressenten geäußert.
Interessierte können nach der Besichtigung ein Angebot für die Immobilie abgeben. Dazu haben sie eine bestimmte Frist, die vorher festgelegt wird – in der Regel sind das zwei bis drei Wochen. In dieser Zeit muss der Interessent dann sein Angebot unterbreiten.

Schließlich kann der Eigentümer entscheiden, ob er das höchste Gebot annimmt, ablehnt oder auf dessen Grundlage mit dem Interessenten weiter verhandelt.

Bieterverfahren ist nicht bindend!

Im Gegensatz zur Auktion oder Zwangsversteigerung hat das Bieterverfahren für den Immobilienverkäufer einen entscheidenden Vorteil: der Hauseigentümer behält beim Immobilienverkauf im Bieterverfahren völlige Entscheidungsfreiheit über die Veräußerung seiner Immobilie.
Bei welchen Immobilien ein Bieterverfahren sinnvoll ist
Ein Bieterverfahren ist vor allem dann sinnvoll, wenn etwas an der Immobilie richtig gut oder auch etwas richtig schlecht ist.

Wann Bieterverfahren auf alle Fälle eine interessante Alternative darstellen:

Bei Immobilien in guter Lage, die aber sanierungsbedürftig sind, gibt es häufig unterschiedliche Marktwerteinstufungen, die durch ein Bieterverfahren exakter definiert werden können.

Schlecht verkäufliche Immobilien, bei denen ein normales Bewerben nur mäßigen Erfolg hätte.

Wenn die Immobilie verkauft werden muss, weil der Verkäufer das Geld zeitnah benötigt.

Ein Bieterverfahren eröffnet dem Verkäufer viele Vorteile

Das Bieterverfahren (auch „offenes“ oder „privates“ Bieterverfahren) unterscheidet sich von der üblichen Vorgehensweise beim Hausverkauf dadurch, dass die Preisvorstellungen durch die Kaufinteressenten geäußert werden – nicht der Verkäufer legt den Preis fest.

Der Verkäufer kann innerhalb weniger Wochen einen Verkauf abwickeln, wenn alles glatt läuft. Die Vermarktungszeit ist also wesentlich kürzer als bei der herkömmlichen Methode.

Ein optimaler Verkaufspreis wird durch den Wettbewerbsgedanken erzielt. Je mehr Bieter, desto höher kann der Verkaufspreis in die Höhe getrieben werden.

Mit einem Bieterverfahren kann man zunächst viele Interessenten ansprechen. Ein solches Verfahren erzeugt natürlich erst einmal mehr Aufmerksamkeit am Markt!

Durch das Bieterverfahren muss es nicht zwangsläufig zum Verkauf des Hauses bzw. der Wohnung kommen. Dem Verkäufer können die abgegebenen Angebote zu niedrig sein – aber auch der Käufer kann noch abspringen. Auf alle Fälle lässt sich mit dieser Vermarktungsform meist ein realer Marktwert ermitteln. Man erfährt von den Interessenten vieles und kann sich diese Informationen zu Nutze machen, um die Immobilie entsprechend auf dem Markt zu positionieren.